Generalversammlung

BIA, Betreutes Wohnen im Alter führte seine Generalversammlung durch

Die 10. Generalversammlung der BIA; Betreutes Wohnen im Alter, durfte der Präsident Daniel R. Frey mit 73 anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschaftern und Delegierte von Behörden nach 2 Jahren endlich wieder als Präsenzveranstaltung durchführen.

Im Berichtsjahr 2021 konnte trotz der eingeführten Covid-Massnahmen und Einschränkungen im Brüggli Park gelebt und die vielfältigen Angebote genutzt werden. In der "WG ü80", wie es die BIA-Mieterinnen und Mieter liebevoll nennen, herrschte der Grundgedanke "gemeinsam nicht einsam". Als das gemeinsame Mittagessen im Erdgeschoss aufgrund der COVID-19-Massnahmen verboten wurde, hatte sich die Mieterschaft zusammen organisiert und in kleinen Grüppchen bei sich zu Hause gegessen. Niemand von der Mieterschaft musste alleine essen. Dank der Unterstützung und der Investition aller Genossenschafter wuchs das Projekt "Betreutes Wohnen im Alter" zu einem wertvollen "Miteinander".

Bezüglich dem Neubau wurden im 2021 noch anstehende Mängelbehebungen im Rahmen der zweijährigen Garantiefrist erledigt. Im Weiteren wurde ein Verteiler der Nebenkosten erarbeitet, Kellerabteile im Veloabstellraum eingebaut, Umgebungsarbeiten getätigt und der bestehende Dienstleistungsvertrag mit dem Alters- und Pflegeheim Brüggli Park überarbeitet.

Der Finanzverantwortliche Guido Wyss konnte berichten, dass die Genossenschaft sich auch im Jahr 2021 positiv entwickelte. Mit dem erfreulichen Zufluss an weiterem Genossenschaftskapital konnte die BIA-Genossenschaft erfolgreich ihre Stärke in der Region und im Dorf behaupten und ausbauen. Die beschlossene Verzinsung für das Geschäftsjahr 2021 von 1 % ist im aktiven Zinsumfeld nach wie vor attraktiv.

Die Mieterträge erwiesen sich wiederum als sehr stabil, nicht zuletzt auch basierend auf Mehreinnahmen durch Vermietung von weiterem Gewerberaum und zusätzlich vermieteten Parkplätzen.

Die Immobilie Anlagen in der Bilanz wurde neu in verschiedene Anlagekategorien aufgeteilt. Im Rahmen der neu revidierten Abschreibungspolitik werden die Abschreibungen linear und entsprechend der Lebensdauer der jeweiligen Kategorien vorgenommen. So konnten für das Jahr 2021 Abschreibungen im Umfang von CHF 340'800.00vorgenommen werden. Der Netto-Erfolg lag aufgrund der Veränderung bei den Abschreibungen auf den Sachanlagen bei -13'845.96 Franken.

Der allgemeine Geschäftsaufwand konnte im Jahr 2021 um total CHF 47'981.07 deutlich reduziert werden. Die Verwaltung ist überzeugt, mit diesen Einsparungen die Basis für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der Genossenschaft BIA, gelegt zu haben.

 

Aus der Versammlung wurde der hohe Hypothekarzins moniert. Der Vorsitzende teilte dazu mit, dass die Finanzierung in operativer wie auch in strategischer Hinsicht von zentraler Bedeutung für die BIA, Genossenschaft betreutes Wohnen im Alter, sei. Die Verwaltung richte permanent ihr besonderes Augenmerk auf diesen zentralen Aspekt. Das anhaltende Tiefzins-Umfeld hatte die Verwaltung bewogen, nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen, damit die Zinskosten im Bereich der vorhandenen Darlehen verbessert werden können. Seit rund zwei Jahren versucht die Verwaltung, eine Umfinanzierung oder Ablösung zu erreichen. Die der Verwaltung unterbreiteten Angebote sind sehr lukrativ. Nicht zuletzt aufgrund der bestehenden vertraglichen Bindungen und mangelnden Entgegenkommens seitens involvierter Vertragspartner ist es der Verwaltung bis dato nicht gelungen, einen Durchbruch zu erzielen.

Die Revisionsstelle (BDO) bestätigt in ihrem Bericht, dass die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2021 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht. Ferner bestätigt sie in ihrem Bericht weiter, dass der Antrag über die Verwendung des Reinertrags ebenfalls dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfiehlt, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Zum Schluss stimmten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter allen Anträgen der Verwaltung mit der Jahresrechnung 2021 und der Entlastung der Verwaltungsorgane zu. 

Martin Henzmann